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Geschlechtsspezifische Therapie für Männer

 Im Laufe meiner bisherigen Berufstätigkeit hat sich vor allem ein Schwerpunkt herauskristallisiert: die psychotherapeutische Arbeit mit männlichen Patienten.

Bereits während meines Psychologie-Studiums in den 90er Jahren ist mir zunehmend klar geworden, dass es für Männer (im Vergleich zu Frauen) kaum Möglichkeiten und Räume gibt, in denen sie sich mit den eigenen inneren Vorgängen und Gefühlen auseinandersetzen und dies für eine positive Selbstveränderung nutzen können. Dies liegt offenbar an einem immer noch tief verwurzelten traditionellen Rollenbild ("Männer handeln statt zu fühlen", "der Indianer kennt keinen Schmerz", "Männer weinen nicht", etc.). Männergespräche sind somit oft von externen Themen geprägt (Beruf, Hobbys, etc.) und lassen kaum Raum für Austausch über die eigenen Innenwelten. Ich habe mich dieser Thematik angenommen und meine Diplomarbeit über "Entwicklung und Veränderung männlicher Identität" geschrieben sowie nach dem Studium eine Zeitlang am Münchner Informationszentrum für Männer gearbeitet und mehrere Jahre lang eine psychoanalytisch orientierte therapeutische Wohngemeinschaft für Männer geleitet.

Mein Interesse, Männer auf dem Weg der Selbstwahrnehmnung, Selbsterkenntnis und Selbstveränderung zu begleiten, hat sich bis heute gehalten und ist somit ein wesentlicher Schwerpunkt meiner psychotherapeutischen Arbeit. Im Zentrum steht dabei die Idee, einen Raum, d.h. einen Freiraum anzubieten, welcher der eigenen Selbstentdeckung und Selbstentwicklung dient. In welchem mann aber erst einmal auch sein darf, wie man ist. Ohne belehrt und beraten zu werden. Ich höre (jedenfalls zunächst einmal) in erster Linie zu.